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Biokraftstoffe der 2. Generation: Ein neuer technischer Schritt 2008/12/22

Als Bestandteil ihrer Politik zur Reduzierung von Treibhausgasen fordert die Europäische Union, dass der Anteil biogener Kraftstoffe bis 2010 auf 5,75% erhöht werden soll.

In Deutschland strebt die Bundesregierung eine weitaus höhere Quote für die Kraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen bis zum Jahr 2020 an. Biokraftstoffe der zweiten Generation, bei denen keine essbaren Pflanzenteile eingesetzt werden, sollen zu diesem ehrgeizigen Ziel beitragen.

In diesem Zusammenhang baut Lurgi, eine 100%ige Tochter der Air Liquide Group, eine Anlage zur Erzeugung von Biokraftstoffen der 2. Generation im Forschungszentrum Karlsruhe im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Diese Pilotanlage wird die Machbarkeit des dreistufigen bioliq®-Verfahrens demonstrieren. Da die 2007 fertig gestellte erste Stufe der Anlage erfolgreich läuft, wird jetzt mit der zweiten Projektstufe begonnen.

In dieser zweiten Stufe wird das in der ersten Stufe aus Stroh gewonnene bioliqSynCrude® zu Synthesegas verarbeitet. Das Projekt umfasst Planung, Bau, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme durch Lurgi. Die Inbetriebnahme des Vergasers ist für Herbst 2011 geplant. Diese Anlage wird zu einem erheblichen Teil durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Programms zur Förderung nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe finanziert.

François Darchis, Senior Vice-President der Air Liquide Group und zuständig für F&E, Neue Technologien sowie Engineering & Construction: „Wir sind sehr stolz darauf, dass Lurgi’s bioliq® Projekt in Deutschland fortgesetzt wird. In einer Welt in der Energie- und Umweltfragen täglich wichtiger werden, will Air Liquide aktiv an der Entwicklung tragfähiger alternativer Energielösungen teilhaben. Energie und Umwelt gehören nach wie vor zu den Wachstumstreibern des Konzerns.”

 

 

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